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Strategien, um Verpackungen aus dem Abfallstrom zu entfernen

Im Jahr 2018 wurden nach Angaben von Pitney Bowes, einem globalen E-Commerce-, Post- und Versanddienstleister, weltweit rund 87 Milliarden Pakete verschickt. Das entspricht etwa zehn Millionen Paketen, die zu jeder Stunde an jedem Tag im Jahr befördert werden. Und jedes Paket erfordert Verpackungen, um die enthaltenen Waren zu schützen. 

Die Unternehmen reagieren zunehmend auf die gemeinsame Forderung von Verbrauchern und Behörden, Verpackungen zu minimieren und Einwegabfälle zu reduzieren oder ganz zu beseitigen. Die Welt bewegt sich weg vom linearen Produktionskonzept der Wegwerfgesellschaft zu einem Kreislaufsystem. Dieses Wirtschaftsmodell zielt darauf ab, Verpackungen zu minimieren oder aus recyceltem Material herzustellen, das vom Endverbraucher wiederverwendet oder recycelt werden kann.

Das Problem der Abfallströme am Ende des Lebenszyklus kann auf verschiedenen Wegen gelöst werden. Heutzutage ist es relativ einfach, Verpackungsmaterialien aus Altpapier zu beschaffen. Bei der Verarbeitung zu einem neuen Papierprodukt wird nach Angaben des Institute of Scrap Recycling Industries bis zu 68 Prozent weniger Energie verbraucht als beim Einsatz von Primärfasern. Viele Unternehmen befassen sich damit, Kunststoffverpackungen wiederverwendbar zu machen und die Verwendung von neuem Kunststoff in ihren Verpackungen zugunsten von recyceltem (und wiederverwertbarem) Kunststoff zu reduzieren. Die laufende Forschung auf dem Gebiet der Biokunststoffe ist vielversprechend. Diese Kunststoffe werden aus zellulosehaltiger Biomasse wie Zuckerrohr oder anderen, als Nahrung nicht verwertbaren, Pflanzen hergestellt und können vollständig recycelt werden. 

In den vergangenen zwei Jahren haben sich mehr als 200 hundert Hersteller von Konsumgütern öffentlich verpflichtet, Plastik in ihren Verpackungen zu reduzieren und diese bis 2025 wiederverwertbar oder wiederverwendbar zu machen. Vor kurzem kündigten Amazon und Walmart, zwei der größten Einzelhändler der Welt, Pläne an, den Gedanken der Kreislaufwirtschaft in ihre Lieferkette einzubringen. Eine Zertifizierung durch das Amazon Programm „Frustfreie Verpackung“ verlangt von den Lieferanten sicherzustellen, dass ihre Produktverpackungen recycelt werden können. Walmart kündigte ebenfalls kürzlich an, den Kunststoffabfall zu reduzieren. Für seine Eigenmarken wird das Unternehmen bis 2025 zu 100 Prozent wiederverwertbare, wiederverwendbare oder kompostierbare Kunststoffverpackungen einführen.

Eaton evaluiert gerade unseren eigenen Weg zur Kreislaufwirtschaft:

  • Wir haben 90 Prozent unserer Kunststoffverpackungen abgeschafft.
  • Die Wellpappe für den Versand unserer Produkte besteht zu 80 Prozent aus recyceltem Altpapier. 
  • 100 Prozent der Wellpappe aus Lieferantenverpackungen wird recycelt. 
  • Wir sind entschlossen, den Einsatz von Schaumstoffverpackungen für Produkte zu reduzieren. Im Vergleich zum Jahr 2015 benutzen wir bereits 85 Prozent weniger Schaumstoff.

Wir arbeiten auch daran, die Menge des in unseren Versandpaletten verwendeten Nadelschnittholzes zu erhöhen. Weichholzpaletten wiegen weniger und können daher zur Senkung des Kraftstoffverbrauchs beitragen. Außerdem sind sie wiederverwendbar und die Paletten können am Ende ihrer Lebensdauer nachhaltig recycelt werden. Durch unsere Zusammenarbeit mit einem Lieferanten zur Wiederverwertung unserer Paletten haben wir bis heute mehr als 300 Tonnen Deponiemüll vermeiden können.  Eine wachsende Zahl unserer Produkte wird in Mehrwegverpackungen zur Wiederverwendung versendet. Und wir untersuchen ständig, wo dies sowohl aus wirtschaftlicher als auch aus ökologischer Sicht sinnvoll ist. Zudem arbeiten wir daran, unsere Produktlieferungen so effizient wie möglich zu gestalten. Indem wir den gesamten verfügbaren Laderaum nutzen, werden Ressourcen geschont und Emissionen reduziert. Viele Ideen, Verpackungsmaterialien zu reduzieren oder wiederzuverwenden, kommen direkt von unseren Mitarbeitenden.